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26.10.2026 · Leitfaden zur Geräteauswahl · Technisches Team GOOGIO

Häufige Störungen an Dosieranlagen – und wie Sie sie beheben

Die häufigsten Störungen an Dosieranlagen: ungleichmäßige Dosierung, Leckage, schlechte Klebstoffmischung und Startprobleme – mit Ursachenanalyse, verständlichen Lösungsschritten für Einsteiger und Tipps zur Wartung.

In der industriellen Fertigung entscheidet eine Dosieranlage über Effizienz und Produktqualität. Mit der Zeit führen Bedienung, Umgebung und Verschleiß jedoch zu Störungen. Hier die häufigsten Fälle mit konkreten Lösungsschritten – auch für Einsteiger verständlich. Am besten gleich speichern!

1. Ungleichmäßige Dosierung

Mal zu viel, mal zu wenig Klebstoff – die Schichtdicke schwankt und die Weiterverarbeitung leidet.

Mögliche Ursachen:
  • Instabile Viskosität durch Temperaturschwankungen;

  • verstopfte Düse oder teilweise blockierte Klebstoffwege;

  • falsche Druckeinstellung oder schwankende Druckregelung;

  • gealterter, beschädigter oder verstopfter Schlauch.

Lösung:
  1. Lagerbedingungen prüfen und die Temperatur gemäß Klebstoffangaben anpassen, damit die Viskosität stabil bleibt;

  2. Anlage ausschalten, Düsenteile demontieren und Klebstoffreste mit Reinigungslösung entfernen, bis der Weg frei ist;

  3. Druckparameter prüfen und passend zu Klebstoff und Anforderung feinjustieren, dann die Dosierung beobachten;

  4. gealterten Schlauch durch ein Modell gleicher Bauart ersetzen.

2. Leckage oder Nachtropfen an der Düse

Nach dem Dosieren tritt weiter Klebstoff aus – das kostet Material und verunreinigt Produkt und Umgebung.

Mögliche Ursachen:
  • verschlissene Dichtung im Dosierventil;

  • verzögertes Schließen des Ventils bzw. träge Reaktion des Magnetventils;

  • zu niedrige Viskosität und damit zu hohe Fließfähigkeit.

Lösung:
  1. Dosierventil demontieren, Dichtung auf Verschleiß und Verformung prüfen und bei Bedarf durch passenden Ersatz tauschen;

  2. Magnetventil prüfen, Verunreinigungen entfernen und leichtgängiges, schnelles Schalten sicherstellen;

  3. bei zu niedriger Viskosität den Klebstofflieferanten zur Anpassung konsultieren oder die Dosiergeschwindigkeit senken, um Rückstände zu verringern.

3. Ungleichmäßige Klebstoffmischung

Bei Zweikomponentenklebstoffen führt schlechte Mischung zu weichen oder rissigen Aushärtungen.

Mögliche Ursachen:
  • falsches Mischungsverhältnis;

  • verstopfte oder beschädigte Mischröhre, dadurch keine Mischwirkung;

  • zu hohe Dosiergeschwindigkeit, der Klebstoff wird nicht ausreichend vermischt.

Lösung:
  1. Mischungsangaben erneut prüfen und die Parameter an der Anlage korrigieren;

  2. neue Mischröhre einsetzen und korrekten Sitz kontrollieren;

  3. Dosiergeschwindigkeit senken, um mehr Mischzeit zu schaffen; zunächst eine kleine Testmenge dosieren und erst nach bestätigter Mischung in Serie gehen.

4. Anlage startet nicht

Nach dem Einschalten passiert nichts – meist liegt es an Stromversorgung oder Sensoren.

Mögliche Ursachen:
  • lose Steckverbindung oder beschädigtes Kabel;

  • Not-Aus nicht zurückgesetzt oder Sicherheitstür nicht richtig geschlossen;

  • defekter Sensor, etwa Füllstands- oder Positionssensor.

Lösung:
  1. Stecker auf festen Sitz und Kabel auf Beschädigung oder Alterung prüfen, ggf. reparieren oder tauschen;

  2. Not-Aus im Uhrzeigersinn zurückstellen und Sicherheitstür korrekt schließen;

  3. Anschlussleitungen der Sensoren prüfen, Oberflächen reinigen; defekte Sensoren vom Fachpersonal prüfen oder tauschen lassen.

5. Häufige Alarme im Betrieb

Die Anlage stoppt mit Fehlercode – zuerst die Alarmursache klären.

Mögliche Ursachen:
  • zu niedriger Füllstand löst Alarm aus;

  • Temperatur außerhalb des Sollbereichs;

  • blockierte Bewegungsachse.

Lösung:
  1. Füllstand im Vorratsbehälter prüfen, Klebstoff nachfüllen und Alarm zurücksetzen;

  2. Heiz- bzw. Kühlsystem prüfen und Temperaturparameter kontrollieren; bei defektem Temperatursensor den Service kontaktieren;

  3. Anlage ausschalten, Achsbahn auf Fremdkörper prüfen, diese entfernen und die Achse von Hand bewegen; nach leichtgängigem Lauf neu starten.

6. Wartungstipps zur Vorbeugung

Viele Störungen lassen sich durch regelmäßige Wartung vermeiden:

  • Düse, Mischröhre und Schläuche regelmäßig reinigen, um Klebstoffreste zu vermeiden;

  • Schmierstoffe gemäß Anleitung wechseln, damit bewegte Teile leichtgängig bleiben;

  • Arbeitsumgebung trocken und sauber halten, Staub und Feuchtigkeit von elektrischen Bauteilen fernhalten;

  • Anlage strikt nach Betriebsanleitung bedienen, um Fehlbedienungen zu vermeiden.

Damit sind die häufigsten Störungen aus Betrieb und Wartung abgedeckt. Bei nicht genannten Fällen zuerst die Betriebsanleitung prüfen oder den technischen Service des Lieferanten kontaktieren – Kernbauteile nicht selbst zerlegen, um größere Schäden zu vermeiden. Artikel speichern und bei Bedarf schnell nachschlagen!

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